Hallo Thorsten,
Beläge auf der Folie können vielfälltige Ursachen haben. Es können Bakterien, Blaualgen (auch Bakterien) Algen oder auch Niederschläge von Mineralien (Ausfällungen) sein, etwa durch eine plötzliche PH-Wert Änderung. Diese Beläge können je nach Eigenfärbung mehr oder weniger auffallen. Lässt man die Beläge in Ruhe (nicht schrubben) kann es sein, dass sie genauso verschwinden wie sie gekommen sind. Ist dies nicht der Fall, kann eine Phosphatbelastung eine der Ursachen sein. Und hier komme ich zu dem Beitrag von Limited. Ein Limnologe der behauptet, die Beläge wären die "Reinigungsbiologie" , hätte vielleicht doch besser etwas anders studiert. Ein Bakterienrasen, auf den die Beschreibung zutreffen würde, ist zwar etwas glibberig, aber kaum sichtbar.
Ich rate immer zur Vorsicht, wenn Wunder versprochen werden. Bei den angebotenen Phosphatfiltern handelt es sich um Schwimmbadfilter, die mit einem Adsobermaterial gefüllt sind. Üblich ist ein Eisenhydroxid. Wir haben dieses Material als "Phosgran" im Programm. Wir hätten es uns ebenfalls einfach machen und das Material in einen Schwimmbadfilter füllen können. Das ist aber sehr problematisch und deshalb haben wir einen eigenen Filter (Uniguard) entworfen. Hier die Begründung:
1. Wenn der Phosphatadsorber mit der üblichen Förderleistung eines Filterkreislaufs durchströmt wird, geht die Leistung gegen Null. Ein Adsorber sollte immer nur sehr langsam durchflossen werden. Was am Besten im Bypassbetrieb oder mit einer eigenen kleinen Pumpe funktioniert.
2. Das Eisenhydroxid bildet ein Filterbett, dass stark "verbackt". Man braucht eine sehr starke Pumpe um das Filterbett für eine Reinigung aufzureissen und rückzuspülen. Das widerspricht aber dem Trend zu sparsamen Pumpen mit niedriger Leistung.
3. Eisenhydroxid selber hält vielleicht 5-10 Jahre, aber nicht die Wirkung. Diese Aussage (im Shop) ist falsch. Die Anbindung erfolgt über die positive Ladung der Eisenmoleküle, aber je mehr "Belegplätze" vergeben sind, desto mehr nimmt die Wirkung ab. Da Schmutzpartikel ebenfalls negativ geladen sind, nehmen auch sie Belegplätze ein, (nicht nur das Phosphat). Mit einem Trick kann man Eisenhydroxid aber teilweise regenerieren. Dazu ist es günstig, wenn man es leicht entnehmen kann. Aus diesem Gund haben wir die Füllung unseres Filters in Filtersäcke gepackt. Bei Schwimmbadfiltern ist dies wegen der inneren Verrohrung meist nicht möglich.
Bevor man sich an die Phosphatreduktion macht, sollte man sich zunächst durch eine Messung über den Phosphatgehalt informieren. Wir haben auch ein weiteres Phosphatmittel (Algophos) als Konzentrat im Programm. Es ist relativ stark und wirkt sehr schnell. Deshalb sollte man in der Anwendung behutsam vorgehen.
Wenn man Phosphat ganz auf 0 drückt, ist Schluss mit der Biologie. Das sagt einem sonst nur keiner.
Ihr könnt im Shop
www.schwimmteichbedarf.de mal gucken was wir anbieten. Vermutlich nächste Woche kommen noch kleine Phosphor Handmessgeräte mit Digitalanzeige dazu. Geordert sind sie schon.
Gruß
Ralf Glenk